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Die Manuelle Therapie:

Die Manuelle Therapie (MT) ist eine Behandlung mit den Händen und lässt sich ursprünglich bis in die Antike zurückverfolgen. Schon Hippokrates waren Techniken zur Linderung von Bewegungseinschränkungen an Gelenken bekannt und auch in anderen Kulturen wurden Erkenntnisse in der "Behandlung mit Händen", wie die Manuelle Therapie übersetzt heißt, von einer Generation zur nächsten weitergegeben.

Sie wurde von Olaf Evjenth, Freddy Kaltenborn und Geoffrey Maitland, die Schüler von bedeutenden Orthopäden bzw. Neuro-Orthopäden waren, beschrieben und weiter-entwickelt. Diese Weiterentwicklung dauert, durch wissenschaftliche Untersuchungen und neue medizinischen Erkenntnisse, bis heute fort.

Es ist eine Behandlungsform zur Schmerzlinderung, Mobilisation und Gewebebeeinflussung (Trophik) und dient zur Funktionsverbesserung und / oder -wiederherstellung, Leistungs-steigerung, Stabilisierung und wiederum zur Schmerzlinderung am Bewegungsapparat.

Zur Anwendung der Manuellen Therapie bedarf der Therapeut (meist Physiotherapeuten) eine Weiterbildung nach den Richtlinien der Krankenkassen, die mindestens 260 Stunden umfasst, mit einem Zertifikat abgeschlossen wird und einer ärztlichen Verordnung (Rezept).

  

Therapie nach Bobath:

Eine der verbreitetsten Therapieformen bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems und bei Schlaganfällen ist das Bobath-Konzept.
Entwickelt wurde es von dem Neurologen Dr. Karel Bobath und seiner Frau, der Krankengymnastin Bertha Bobath, in den 40er Jahren. Seither fand eine kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Therapieform statt.

Der Behandlungsansatz nimmt Bezug auf die menschliche Entwicklung, die durch das Zusammenwirken von sensomotorischer, emotionaler und geistiger Entwicklung gekennzeichnet ist.
Die Therapieform betrifft vorwiegend Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erworbenen oder angeborenen Störungen des zentralen Nervensystems.
Hier wird nicht die Kompensation der Lähmung, sondern das Wiedererlernen verloren- gegangener Bewegungsfähigkeiten in den Vordergrund gestellt.
Genutzt wird hierbei die lebenslange Fähigkeit des Nervensystems, sich an Reize durch Strukturänderung anzupassen.

Durch spezielle Lagerungen und Bewegungen im und außerhalb des Bettes, sowie in allen Bereichen der Aktivitäten des täglichen Lebens, wird dem Nervensystem immer und immer wieder ein richtiges Lernangebot zur Stimulation angeboten, so dass der Alltag für den Patienten zur Therapie wird und in vielen Fällen eine Pflegebedürftigkeit verhindert werden kann. Vorausgesetzt ist die intensive Mitarbeit der Patienten und deren Angehörigen (siehe Internet: www.bobathpflege.de).

Zur Anwendung der Bobath-Therapie bedarf der Therapeut (meist Physiotherapeuten) eine Weiterbildung nach den Richtlinien der Krankenkassen, die mindestens 120 - 300 Stunden umfasst, mit einem Zertifikat abgeschlossen wird und einer ärztlichen Verordnung (Rezept).

 

Therapie nach Vojta:

Diese Therapie wurde vom Kinderneurologen Dr. Vaclav Vojta in den 50er Jahren entdeckt und auch hier hat seither eine stetige systematische Weiterentwicklung statt gefunden.
Die von Dr. Vojta entwickelte Reflexlokomotion oder auch Reflexbewegung basiert auf motorischen Reaktionen des gesamten Körpers, z.B. Skelettmuskulatur, mimische Muskulatur, der Schluckvorgang, Augenbewegungen, Blasen- und Mastdarm-Funktion und Atmung, auf definierte Reize in bestimmten Körperlagen. Der Therapeut spricht hier von einem "globalen Muster".

Dieses "Muster" ist die Grundlage der Therapie von Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Störungen im zentralen oder peripheren Nervensystem oder Bewegungsapparates.
Es werden bei der Anwendung koordinierte Muskelaktivitäten und Bewegungsmuster ausgelöst, die bei dem Patienten im Moment in der Form nicht zur Verfügung stehen.
Auch hier gilt: je jünger der Patient, umso besser und schneller sind die Therapieerfolge, da sich noch keine pathologische Motorik "festgesetzt" hat.

Zur Behandlung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen werden die Eltern einbezogen, die in die Durchführung der Therapie eingewiesen und regelmäßig durch den Therapeuten kontrolliert werden.
Bei Erwachsenen kann diese Aufgabe durch den Partner oder einer anderen ihm nahe-stehenden Person durchgeführt werden.
(siehe Internet: www.vojta.com/)

Zur Anwendung der Vojta-Therapie bedarf der Therapeut (meist Physiotherapeuten) eine Weiterbildung nach den Richtlinien der Krankenkassen, die mindestens 120 - 300 Stunden umfasst, mit einem Zertifikat abgeschlossen wird und einer ärztlichen Verordnung (Rezept).

 

PNF (= Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation):

PNF wurde von Herman Kabat, Sedgwick Mead, Margaret Knott und Dorothy Voss einst zu Behandlung von Lähmungen entwickelt. Mittlerweile wird diese Therapieform bei vielen Krankheitsbildern eingesetzt und gehört schon fast in das Basisrepertoire der Therapeuten.

Ziel der Therapie ist es, eine gut koordinierte Muskelaktivität zu "erlernen" indem der Therapeut am und mit dem Patienten in festgelegten Mustern, den sogenannten "Pattern", arbeitet. Die Anspannung der Muskelketten richtet sich nach den Bedürfnissen des Patienten und wird durch entsprechende Reize des Therapeuten, die wiederum auf bestimmte Rezeptoren in Muskeln und Gelenken gerichtet sind, verstärkt.

Mit der Zeit versucht der Therapeut, so viele motorische Einheiten wie möglich zu erreichen. Durch Anspannen stärkerer Muskelgruppen, die in derselben Muskelkette liegen, können motorische Nervenimpulse zu schwachen Muskeln hin angeregt oder verstärkt werden. Aus diesem Grunde wird immer unter optimalem Widerstand und in den Bewegungsmustern gearbeitet.

Zur Anwendung der PNF-Therapie bedarf der Therapeut (meist Physiotherapeuten) eine Weiterbildung nach den Richtlinien der Krankenkassen, die mindestens 120 Stunden umfasst, mit einem Zertifikat abgeschlossen wird und einer ärztlichen Verordnung (Rezept).

 

Manuelle Lymphdrainage:

Entwickelt wurde die manuelle Lymphdrainage vor ca. 50 Jahren von dem dänischen Physiotherapeuten Dr. Emil Vodder in seinem eigenen Institut für physikalische Therapie in Cannes. In die klinische Medizin eingeführt wurde sie aber erst um 1973 von Dr. Asdonk, der, durch den wissenschaftlichen Beweis ihrer Wirksamkeit, erreichte, dass die Lymphdrainage die Krankenkassenzulassung zur Abrechnung erlangte. Durch die Deutsche Gesellschaft für Lymphologie wird die Lymphdrainage weiter erforscht und entwickelt.

Die Lymphdrainage ist eine sehr sanfte Therapieform, die durch rhythmisch-kreisende und pumpende Handgriffe in festgelegter Reihenfolge die Lymphbahnen frei macht und somit die Entstauung der betroffenen Gewebe erreicht. Dabei variiert der Druck der Hände und Finger des Therapeuten je nach Behandlungsgebiet und Krankheitsbild.

Der Umfang der Lymphgefäße vergrößert sich vom kleinsten Gefäß unter der Haut bis hin zu den größten Lymphbahnen, durch die die Gewebeflüssigkeit in das Venensystem zurückgeführt wird. Es ist ein eigenständiges Gefäßsystem, dass etwa 15 Liter Flüssigkeit führt und wird durch die, der jeweiligen Region, zugehörigen Lymphknoten geleitet, in denen wichtige Reinigungs- und Abwehrprozesse ablaufen.

Durchgeführt wird die Lymphdrainage vorwiegend bei Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) in den Geweben nach z.B. Sportverletzungen, rheumatischen Erkrankungen, Venenerkrankungen, nach Strahlenbehandlungen und/oder zur Nachsorge bei operativen Eingriffen bei Krebs (z.B. bei Lymphknotenentfernungen).

Unterstützt wird die Lymphdrainage häufig durch Kompressionsbandagen und speziellen Bewegungsübungen zur weiteren Entstauung.
Bei Allergien und akuten Entzündungen sowie durch nachlassende Herzleistung bedingten (kardialen) Ödemen der Beine sollte die Lymphdrainage nicht angewendet werden.

Zur Anwendung der Manuellen Lymphdrainage bedarf der Therapeut (meist Physiotherapeuten) eine Weiterbildung nach den Richtlinien der Krankenkassen, die mindestens 170 Stunden umfasst, mit einem Zertifikat abgeschlossen wird und einer ärztlichen Verordnung (Rezept).

 

Die cranio-sacrale Therapie:

Die cranio-sacrale Therapie ist Bestandteil der Osteopathie und wurde von Dr. William Garner Sutherland (1873 - 1954) Anfang der dreißiger Jahre entwickelt.

Sie beschreibt die Behandlung von Strukturen des Schädels (Cranium), des Rückenmarks und des Nervensystems, sowie des Kreuzbeines (Sacrum), welches über die Dura (Verlängerung der Hirnhäute im Rückenmarkskanal) und der Wirbelsäule mit dem Schädel verbunden ist.

Strukturelle Veränderungen in diesen Bereichen können sich am gesamten Organismus bemerkbar machen und gesundheitliche Probleme verursachen.

Die cranio-sacrale Therapie ist eine sehr sanfte aber effektive Behandlungsmöglichkeit, die vom Therapeuten nur mit seinen Händen ausgeführt wird, die eine Verbesserung der Durchblutung, Blutabfluss und Lymphfluss, Nervenversorgung, sowie Verbesserung der Bewegungseinschränkungen in diesen Geweben ermöglicht.

Nicht verordnungsfähig! Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht!

 

Die Osteopathie:

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche manuelle Behandlungstechnik, die von dem amerikanischen Mediziner Andrew Taylor Still im 19. Jahrhundert begonnen und seither stetig weiterentwickelt wurde.
Er erkannte, dass positive Beeinflussungen von Erkrankungen (griech.: pathos = das Leiden) durch manipulative Eingriffe am Knochen (griech.: osteon = der Knochen) bzw. Gelenken möglich waren.

Die wesentlichste Grundlage der Osteopathie ist die Bewegung bzw. die Beweglichkeit der Gewebe im gesamten Organismus und deren Erhaltung und Wiederherstellung.
Dieses betrifft nicht nur die Funktion des Bewegungsapparates (parietale), sondern auch des Organsystems (viszerale), des neurologischen Systems (cranio-sacrale) und des hormonellen Systems.

Ist die Bewegungsmöglichkeit von einzelnen Strukturen eingeschränkt, beeinträchtigt das nicht nur deren gesunde Funktion, sondern, im Laufe der Zeit, über Spannungsketten und Kettenreaktionen auch andere Strukturen. Hier reagiert der Körper häufig mit Anpassung und Kompensationen. Ist aber eine ausreichende Regulierung nicht mehr möglich, wird der Patient krank.
Es entstehen Funktions-, Bewegungsstörungen und Schmerzen.
Die Aufgabe der Osteopathie ist es, die Ursachen der genannten Probleme aufzufinden und zu behandeln.

ABER:
schwere und akute Krankheiten (z.B. schwere Infektionen, akute Herzerkrankungen bzw. Herzinfarkt, psychische Krisen, Tumorerkrankungen) gehören nicht in den Arbeitsbereich des Osteopathen.

Bitte Achten Sie darauf, dass Ihr Osteopath Mitglied im VOD ist, auf dessen Liste steht oder eine 5- bis 6-jährige Ausbildung (oft berufsbegleitend) in einer, der Akademie für Osteopathie (AFO) oder der Bundes-Arbeitsgemeinschaft Osteopathie (BAO) angehörenden Schule gemacht hat oder das Zertifikat Osteopath (BAO) nachweisen kann.
(siehe im Internet z.B.: www.osteopathie.de/).

Nicht verordnungsfähig! Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht bzw. teilweise auf Anfrage!

 

 

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